Kein Kahlschlag auf der Flandernhöhe 

„Manchmal hat man aus der Ferne den klarsten Blick: Besser als alle lokalen Konkurrenten haben die Büros Octagon aus Leipzig und studiofutura aus Berlin den besonderen Charakter des Hochschulcampus auf der Flandernhöhe erkannt – und ihn mit ihrem zurecht siegreichen Entwurf gestärkt und herausgearbeitet.“ Mit diesen Worten kommentiert Prof. Markus Binder, beratendes Mitglied der SPD-Gemeinderatsfraktion im Ausschuss für Bauen, Mobiliät und Klimaschutz, den Siegerentwurf zur Transformation des Areals auf der Flandernhöhe. Dieses soll nach dem Umzug der Hochschule in den Neubau in der Weststadt zu einem attraktiven gemischten Wohnquartier entwickelt werden. Binder weiter: „Die wertvollen Bestandsgebäude werden genauso konsequent erhalten wie die großzügigen Grünräume dazwischen. Alle notwendigen Neubauten positionieren sich als leichte Aufstockungen auf ohnehin bereits versiegelten Flächen. So entsteht ein vielfältiges, durchgrüntes Quartier mit eigener Identität und hoher Aufenthaltsqualität, das gleichzeitig seine Funktion als Frischluftschneise für die Innenstadt bewahrt. Vor allem aber werden unnötige CO2-Emissionen durch einen energieintensiven Abbruch der Gebäude vermieden.“
 
Dass die Planungsbüros damit in Sachen Klimaschutz und Bestandserhalt weit über die Vorgaben der Auslobung hinausgingen und das von der Jury einhellig gewürdigt wurde, ist für uns als SPD ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass in der Fachwelt inzwischen angekommen ist, worauf es in Zukunft beim Umbau unserer Städte ankommen wird: einen intelligenten, kreativen Umgang mit dem bereits Vorhandenen anstelle einer gedankenlosen Tabula Rasa-Mentalität.